W-LTW-8 Hans Josef Dederichs

Liebe grüne Freund*innen,

der Ausstieg aus der Braunkohle ist beschlossen.  RWE steht aufgrund seiner verfehlten Energie- und Investitionspolitik kurz vor dem Ruin. Dennoch ist Häme fehl am Platz, denn eine  RWE –Pleite würde NRW u.a.  mehrere riesige Industrieruinen in Form der drei Tagebaue hinterlassen.

Schon jetzt wird deutlich, dass RWE bei der Durchführung der letzten Umsiedlungen spart. Dieser Sparkurs geht zu Lasten der letzten Umsiedler*innen und  führt vor Ort zu Problemen.

Mit Sozialverträglichkeit hat das nichts zu tun, im Gegenteil:  Noch vor der finanziellen Regelung spüren die Umsiedler*innen, dass sie bei dieser letzten Umsiedlung im Rheinischen Braunkohlerevier mehr verlieren können als nur ihre Heimat. Misstrauen und Zank sind schon fester Bestandteil des Alltags in den letzten fünf Dörfern.  Wir brauchen deshalb einen verlässlichen Fahrplan aus der Braunkohle, um die Rechte der Bürger*innen zu schützen!

Bürgerrechte sind natürlich nicht nur im Braunkohlerevier wichtig. Der Rechtsruck in unserer Gesellschaft macht mir Sorge. Die Polizei hat bei der Wahrung der Rechte aller Einwohner*innen eine wichtige Rolle zu erfüllen. Sie befindet sich aber leider in einer sehr schwierigen Lage:  Vielfach unterbesetzt und mit zu vielen Aufgaben überlastet sind es die Beamt*innen des Streifendienstes, die als erste vor Ort sind, wenn Menschen Opfer einer Straftat wurden. Obwohl die derzeitige Landesregierung schon einiges  unternommen hat, die personellen Defizite auszugleichen, braucht die Polizei auch qualitative Veränderung. Mehr Migrant*innen im Polizeidienst könnten dafür sorgen, schneller, einfühlsamer und wirksamer die  wachsenden Aufgaben der Zukunft anzugehen.

Ich möchte mein Fachwissen aus 34 Jahren Polizeidienst und dem langen Widerstand gegen den Tagebau Garzweiler II  gern einsetzen, bei der Landtagswahl 2017 ein sehr gutes grünes Ergebnis einzufahren und bitte Euch deshalb um Unterstützung für einen Listenplatz.

Biografie

Hans-Josef Dederichs, 52 Jahre, PHK, Dienstgruppenleiter im Kreis Heinsberg, Polizeiwache Geilenkirchen. Wohnhaft in Erkelenz-Kuckum. Seit 1994 gegen Garzweiler II aktiv, seit 1999 Grüner im Rat der Stadt Erkelenz, stellv. Fraktionssprecher. OV Sprecher seit 2006. 2009 Direktmandat für meinen Wahlkreis. Fachgebiete: Braunkohle, insbesondere Umsiedlung, Umweltschutz, Innere Sicherheit. Seit 2013 Brudermeister der größten Bruderschaft in Erkelenz, der St.-Antonius-Schützenbruder Kuckum.  2013 Kandidat des Kreises Heinsberg zur Bundestagswahl, Platz 28 der Landesliste. Votum des KV Heinsberg.

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